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letzter vom: 03.11.08

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Aquarien- rückwand aus Mörtel
(Robert Bröhl)



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Quelle: Silvio Klemm / www.sterbai.de

 

Das Material:
eine MDF-Platte, Hartholz-Vierkantleisten, Spanplattenzuschnitte, einige Schrauben, Scharniere (Klavierband), Montagekleber, und etwas Farbe

Die MDF-Platte sollte 16 mm, die Spanplatten sollten mind. 12er sein. Die Leisten sollen 10X10mm haben.

Die Maße sind sehr wichtig! Wenn man hier Mist baut, ist alles weiter für den A..... !
Da die Abdeckung übergestülpt werden soll muss man die Materialdicke mit einplanen !!!
Für unseren konkret vorliegenden Fall bedeutet das:
Grundfläche beträgt 80X35cm. Gemessen werden die Aussenkanten ! Die Höhe der Abdeckung soll 10cm betragen, das bringt die LS-Röhren schön nah ans Wasser.
Da das Material für die Seitenwände 1cm Dicke hat, ergeben sich folgende Maße:
Seitenteile: 2 X 35cm (rechts und links)
2 X 82cm (Vorne und Hinten)

Deckplatte: 82 X 37 cm (soll auf den Seitenteilen aufliegen)

Am Besten lässt man das Material gleich im Baumarkt auf Maß zuschneiden, dass gewährleistet Maßgenauigkeit.

Es sei denn der Mitarbeiter ist besoffen oder zu doof zum messen.

Die erste Amtshandlung. In das Teil, welches für die Rückseite gedacht ist werden rechts und links mit einer Lochsäge Löcher eingearbeitet, denn irgendwie muß ja das ganze Kabel- und Schlauchgedöhns da rein. Ausserdem findet durch die Löcher gleichzeitig eine Be- und Entlüftung statt. Bei längeren Aquarien müssen dann halt bei Bedarf auch in der Mitte Löcher gemacht werden.

Der Durchmesser sollte so groß gewählt werden, dass dann auch die Lampenfassungen durchpassen.

Wie schon berichtet soll die Abdeckung übergestülpt werden. Also zeichne ich jeweils 1cm an der Unterseite der Seitenteile an. Hier werden später Leisten aufgeleimt, welche dann direkt auf dem Glas aufliegen werden.

Bis allerhöchstens 1m Aquarienlänge sind Leisten ok. Bei längeren Strecken empfiehlt es sich Metallwinkelschienen zu benutzen, da diese eine höher Steifigkeit gewährleisten.

Hier wird der Kleber auf die Leiste aufgebracht. Mit Schrauben geht\'s natürlich auch.

Der Montagekleber von Pattex ist wirklich gut und das Zeug hält wie geschraubt. Aber natürlich nur, wenn die Klebeflächen sauber und fettfrei sind.

Mit ein paar Bastlerzwingen, die gibt\'s für dreifuffzich im Baumarkt wird die Leiste nun entlang unserer Markierung fixiert.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es besser ist, die Seite auf welcher der Kleber aufgebracht wurde vorher nach unten zu drehen, damit er auch dort klebt wo er kleben soll.

Das treibt man dann mit allen Seitenteilen.

Diese etwas futuristisch anmutenden Werkzeuge nennt man Gehrungszwingen. Sie gewährleisten beim Zusammenfügen von Teilen, dass ein rechter Winkel auch rechtwinklig ist. Ob man nun schraubt oder klebt, die Zwingen verhindern zuverlässig, dass sich die Teile beim bearbeiten verschieben. Mit Hilfe dieser doch recht zweckmäßigen Werkzeuge fügen wir nun nach und nach unsere vier Seitenteile zusammen. Gehrungszwingen gibt\'s auch im Baumarkt, allerdings für vierfuffzich das Stück.

Hier haben wir nun eine unserer fertig geklebten Ecken. Die Leisten sind übrigens mit purer Absicht etwas kürzer geraten. Denn, sollen später einmal irgendwelche Schläuche oder dergleichen mehr verlegt werden, kann man so direkt in die Ecke und muss nicht erst um die Leisten herum.

Nun sind alle Seitenteile zusammengefügt. Links sieht man auch die Löcher, welche wir am Anfang gebohrt haben.

Nun geht\'s an\'s Pinseln. Sowohl der Innenseite des Deckels, als der Innenseite unseres Rahmens wird nun etwas weiss gemacht. Ich benutze dafür schon seit Jahren Acryl-Weißlack und das aus gutem Grund. Erstens sind in diesem keine Lösungsmittel, zumindest keine die unserer oder der Gesundheit der Aqu.-Bewohner schaden könnten. (vorausgesetzt man säuft das Zeug nicht) Zweitens ist das Zeug zwar wasserverdünnbar, nach dem trocknen aber wasserdicht.

Drittens ergibt es eine schöne lichtreflektierende Oberfläche, zumindest wenn man die Variante \"glänzend\" benutzt. Und viertens kann man den Pinsel einfach mit Wasser saubermachen, ganz ohne Verdünnungsgestank.

P.S. Natürlich kann man die Farbe auch mit einer Rolle auftragen

So, nun da auch der zweite Anstrich getrocknet ist, soll heißen: alle Flächen die Farbe bekommen - immer zweimal mit Farbe behandeln.

Da ich, wie man auf dem Bild sieht, die Kanten unseres (zu dicken) Deckels mitgestrichen habe, ließ es sich nicht vermeiden, dass auch etwas Farbe dorthin kam, wo sie nicht sein sollte. Da wir die Abdeckung jedoch farblich mit Dekorfolie an das vorhandene Mobiliar anpassen wollen, müssen diese Farbreste natürlich weg. Also Spachtel her und weg mit Allem was da nicht hingehört.

Hier haben wir nun die Dekorfolie.

Da der Aquariumschrank schwarz ist, hat sich mein einkäufer dieses Design für seine Abdeckung ausgesucht.

Na ja, habe schon schlimmeres gesehen.

Hier wird nun die Folie aufgeklebt.

Funktioniert auch nicht anders, als bei einem x-beliebigen Aufkleber. Aber man hat nur einen Versuch! Abziehen und nochmal kleben is\' nich\'. Der Kleber löst viele kleine Holzpartikel von der Oberfläche wenn man die Folie abziehen muss. Also besser etwas mehr kaufen.

Zum Andrücken benutze ich eine Gummiwalze. Das geht aber auch mit einem weichen Tuch o.ä

Da wir ja sinnvoller Weise unsere Folie etwas größer als die eigentlich zu beklebende Oberfläche zugeschnitten hatten, schneiden wir diese nun bündig an den Kanten ab.

Für derlei Arbeiten hat sich ein Skalpell bestens bewährt, weil: \"gut scharf\"! Es muss ja kein medizinisches sein. Es tut\'s auch eines für fünffuffzich aus dem Bastlerladen um die Ecke.

So schön sieht das dann aus, wenn das Skalpell ringsum geflitzt ist. Die Kanten habe ich mit voller Absicht nicht beklebt. Das ist aber prinzipiell auch möglich. Nur sollte man die Folie dann um die Kante herum bis zur Unterseite kleben, damit sie sich nicht wieder löst.

Sofern man diese Variante wählt, sollte man erst kleben und dann streichen, da man ja sonst die weisse Fläche wieder überklebt, was rein reflexionstechnisch gesehen natürlich absoluter Humbug wäre. (Was ein schöner Satz)

Mit den Aussenflächen unseres Rahmens verfahren wir natürlich auf die selbe Art und Weise.

So, nun kommt das Wichtigste: das Licht!!!
Wir haben uns für eine Lösung der Fa. Interpet entschieden.
Das System nennt sich \"Convertagear\". Es besteht aus dem Vorschaltgerät, Fassungen für die Röhren und den benötigten Halterungen.

Das Gute daran sind die langen Kabel zwischen VS-Gerät und Fassungen.

Ein ähnliches System gibt es auch von Arcadia. In dem Paket sind übrigens auch Adapter enthalten um eine bereits bestehende Plastikabdeckung lampentechnisch aufrüsten zu können. Dazu müssen nur zwei Löcher durch die bestehende Abdeckung gebohrt werden.

Hier sind nun schon die Halterungen für die LS_Röhren auf der Innenseiten der Abdeckung aufgeschraubt.

Wie auf dem Bild zu sehen, haben wir uns für 3 Röhren entschieden um auch Bodendecker noch ordentlich kultivieren zu können.

Bei einer Aquarienlänge von 80cm ist die 25W - Variante mit 75 cm Lampenlänge geradezu ideal.

Das ist die Rückseite unserer Abdeckung. Bedingt durch das verkorkste Material kommen massive Scharniere natürlich nicht in Frage. Also nehmen wir dafür sogenannte Klavierbänder. Die nerven zwar beim Anbringen durch die vielen Schrauben, aber was zählt ist, dass sie halten, basta.

Was nun noch fehlt, ist ein Griff. Hier eine schlichte Alu-Version, aber da hat wohl jeder seine persönlichen Vorlieben.

Mit dieser Aktion ist dann auch die akute Bauphase abgeschlossen. Nun muss sich zeigen, ob wir maßgenau gearbeitet haben und die Abdeckung auch tatsächlich auf\'s Aquarium passt.

Hier das aquarium mit der alten Abdeckung

und nun mit der neuen Abdeckung! Wenn\'s nicht gefällt, nimmt man den Hammer oben rechts und fängt anschließend von vorne an

Oje, die Kabel. Wir hatten ja inzwischen schon die Lichttechnik eingebaut. Na egal, schauen wir halt mal von unten rein:

Hier noch ein kleines Detail:
Damit die Kabel nicht wie Kraut und Rüben inder Abdeckung herumfliegen, haben wir noch sogenannte Kabelbinder eingesetzt. Die gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen.

So, das war er nun unser Abdeckungsbau. Ging doch recht flott. Von Freitag-Nachmittag bis Sonntag-Abend.

Gut die Kosten:
Für das Material inklusive Zuschnitt haben wir ca. 15 EUR auf die Theke gelegt. Die Farbe, die Scharniere und die Kabelbinder machen nochmal um die 10 EUR. Was richtig Geld gekostet hat waren die Lampeneinheiten. Die haben uns mit 65 EUR den Durchschnittspreis ordentlich nach oben gejagt.

Ok Ok, nun mag der Eine oder Andere sagen: \"Moment mal, 90 EUR plus die Röhren?!?! Da kann ich mir ja gleich eine Abdeckung im Laden kaufen.
AAAAAAABEEEER, in welchem Laden gibt es eine industriell gefertigte Abdeckung von 80 X 35 cm mit 75 Watt ???

So muß man das Ganze betrachten. Wir sind nun nämlich bei unserem Selbstbau von 2X18 Watt auf 3X25 Watt gestiegen.

P.S. Nicht entmutigen lassen, wenn\'s nicht gleich so klappt wie man es gerne hätte. Ich habe meine ersten 3 Abdeckungen auch wieder weggeschmissen. Bei den Materialpreisen ist das durchaus vertretbar.

P.P.S. Die Leuchtmittel sind bei der Firma http://www.aqua-design.de/ unter Licht zu beziehen.

 

4698 Seitenzugriffe seit dem 26.10.2005

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Bau einer Aquarienabdeckung Aquarienunterschrank
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