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Bauanleitung Bio-CO2-Anlage
(Matze Müller)



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Quelle: Petra Kallmeyer / www.abenteuer-miniriff.com

 

Wie viele Aquarianer hatten auch wir eines Tages den Wunsch unser Aquarium zu vergrößern. Ein 240 Liter Becken läßt doch sehr wenig Spielraum übrig So entschieden wir uns zum Kauf eines neuen Aquariums in den Abmessungen 130 x 60 x 60cm. Wenn man sich nun die Preise der Glasbecken anschaut und dagegen die Preise der Angebote welche einen Unterschrank beinhalten, dann stellt man schnell fest, daß die Unterschränke oftmals reichlich überteuert sind. Wirft man zudem noch einen Blick auf das Material und die Verarbeitung treten teilweise erhebliche Zweifel auf. Beispielsweise findet man Rückwände aus nur 5 mm starker Hartfaser, würde man die herausnehmen, klappt alles wie ein Kartenhaus zusammen. Einige Schränke stehen auf Plastikfüssen. wie schön für die Lastenverteilung. Billige Türscharnier aus Teil - Kunstoff und vieles mehr.
Und dafür einen Preis akzeptieren der locker das 2 - 3 fache des Becken kosten kann.... nee, nicht wirklich.
Somit war der Plan geboren den Unterschrank selber anzufertigen. Ob uns das gelungen ist, zeigt der folgende Bericht:

1. Zuerst wurde der Unterschrank in einer Technischen Zeichnung skizziert. Hier kann man die gewünschten Masse eintragen und diese dann später auf das Material übertragen. Wegen der unterschiedlichen Beckengrößen gebe ich in unserem Modell keine detailliertem Maße an. Nur soviel: Der Schrank hat die Abmessungen von ca: L= 131,5 x B= 61 x H= 80 cm

2. Einen kleinen Vorteil hatte ich bei der Planung. Durch meinen Beruf konnte ich den Schrank mit einem Küchen - Planungs - Programm in einer Perspektive in unserem Wohnzimmer einplanen. Wir werden später noch ein Foto sehen, das beweist wie nützlich so etwas sein kann. Zeigt es doch das man seiner Vorstellung schon sehr nah kommt.

3. Kommen wir zum Werkzeug.
In diesem Fall hatte ich beschlossen den Schrank aus Material - Beständen zu fertigen, welche sich schon in meinen Besitz befanden. Dadurch war ich gefordert das Material selbst zurecht zu schneiden. Vieles kann man sich im Baumarkt zuschneiden lassen. Dadurch reduziert sich das benötigte Werkzeug erheblich. Ich beschreibe hier aber die fast vollständige eigene Anfertigung.Somit ergibt sich folgende Werkzeugliste:
Handkreissäge ( wer hat Tischkreissäge, noch besser)
Bohrmaschine (Löcher bohren geht schneller wie mit Akkuschrauber)
Akkuschrauber (ist das am meisten verwendete Werkzeug)
Anschlagwinkel ( wichtig zum Anzeichnen auf dem Werkstoff)
Schraubzwingen ( sichern das Material fest vor dem verrutschen)
Wasserwaage ( es soll doch wohl gerade werden oder?)
Holzbohrer, verschieden Größen
Holzkaltleim (am besten Wasserfest)
Schleifpapier, Schleifklotz, Spax - Schrauben.

Ein Tip: Solltet Ihr mit der Kreissäge arbeiten, in einem Raum in Eurer Wohnung, schließt den Staubsauger an die Maschine an ! Sonst dauert das reinigen der Wohnung länger wie der Zusammenbau vom Unterschrank. Dann wird auch der jeweilige Lebenspartner das Kampfmesser in der Schublade lassen.

4. Hier sehen wir als erstes die Bodenplatte. Es wurde eine 4 cm starke Arbeitsplatte
gewählt. Sie liegt später flach auf dem Fußboden auf und sorgt so für eine gleichmäßige Lastenverteilung. Hilfreich für die Bearbeitung sind, wie man hier sieht 2 Holzböcke aus dem Baumarkt. Sind die rechten und linken Seitenkanten nicht belegt, so müssen Sie mit einem Umleimer versehen werden. Man kann die rohen Seiten noch zusätzlich mit Bootslack lackieren. Auf jedenfall sollte man beim Aufleimen der Kanten wasserfesten Holz - Kaltleim verwenden.

5. Auf die Bodenplatte werden die Positionen der später zu montierenden, senkrechten Seitenwangen aufgezeichnet. Durch diese Markierungen werden mit einem 4 mm starken Holzbohrer Löcher gebohrt. Durch diese Löcher werden später von der Unterseite der Bodenplatte Schrauben zum befestigen der Seitenteile geschraubt.
Achtet bitte darauf, Schrauben mit Senkkopf zu verwenden. Unten aus der Boden Platte sollte keine Schraubenköpfe überstehen.

6. Für die Seitenteile habe ich zum einen je eine lackierte Wange aus 25 mm starken MDF, sowie jeweils innen eine 19 mm Spanplatte im Dekor der der Bodenplatte verwendet. Die beiden Seiten sind miteinander verschraubt und wurden auf die Bodenplatte geleimt. Zusätzlich, wie beschrieben, mittels Spanplattenschrauben von der Unterseite der Bodenplatte aus befestigt.

7. Als Zwischenergebnis erhalten wir das rechte Bild. Für die Mittelseite habe ich eine 19 mm beschichtete Spanplatte verwendet. Dazu wurden oben an der Mittelseite zusätzlich Schwer- Lastwinkel verschraubt. Je 2 Stück vorne und hinten. Sie sorgen dafür, das die Deckplatte später eine bessere Auflage auf Mitte hat.

8. Im nächsten Schritt werden die Rückwände zugeschnitten. Alle samt aus 19 mm furnierter Spanplatte. Diese sind dann mit allen senkrechten Seiten, sowie der Bodenplatte, verleimt und verschraubt worden. Die Rückwände sind 20 cm kürzer als die Seitenteile. Somit kann man später alle Schläuche, Rohre, Kabel usw. bequem in den Schrank legen. Rechts und links seht Ihr 4 Stützfüße in Edelstahl. Die bekommt man in jedem Baumarkt recht preisgünstig. Sie stützen zusätzlich ab und geben der Optik (Nach meinem Geschmack) ein netten Kick

9. Als nächste Aktion wird die Deckplatte aufgelegt. Sie ist wie die Bodenplatte mit den Seitenwangen verschraubt und verleimt. Sie hat die gleichen Abmessungen wie die Bodenplatte. Gegenüber den Seitenwangen haben die beiden Arbeitsplatten nach vorne je 3 cm Überstand, damit die Türen später verdeckt werden. In den Schränken werden später Einlegeböden montiert und fest verschraubt um die Längsstabilität zusätzlich zu erhöhen. Das aber erst wenn sie Technik eingebaut ist.

10. Da ein Aquarium mit solchen Abmessungen ein enormes Gewicht haben wird, ist es zwingend notwendig eine ausgleichende Unterlage zu schaffen. Im Internet konnte ich auf Aquarienbau - Seiten nachlesen, das eine Platte aus Styropor in 2 cm Stärke ausreichend sein soll. Das selbe sagte mir auch eine AQ-Bauer hier am Ort. Die Platten waren leider nur in den Abmessungen 100 x 50 cm zu bekommen. So ist ein Zuschnitt auf das Beckenmaß nicht zu vermeiden. Mit eine scharfen Teppichmesser und unter zu Hilfenahme einer Anschlagleiste, war auch diese kein Problem.

11. Die fertig geschnittene Styropor - Platte wie mit doppelseitigen Klebeband auf der Deckplatte gegen verrutschen gesichert.
Übigens.... bevor jemand fragt... die Rollen unter dem Schrank dienen nur dem Transport. Bei dieser Konstruktion kommt doch schon ein ganz schönes Gewicht zusammen.

12. Zum guten Schluß kommen noch 2 Türen vor der Schrank. Man sollte sich hier zu stabile Metallscharniere aus dem Baumarkt zulegen. Die kosten pro Stück etwa 2,50 Euro. Wenn Ihr die Topf - Bohrungen für die Aufnahme der Scharniere selbst machen wollt, dann ist ein Forstner - Bohrer mit einem 35 mm Durchmesser die richtige Wahl.
Die Griffe kann Sich jeder nach seinem eigenen Geschmack im Baumarkt aussuchen.

So, lieber Leser !
Nun ist es vollbracht. Wenn man sich das zweite Bild aus unserer kleinen Bauanleitung betrachtet, ich meine das Bild welches mit dem Plaungsprogramm angefertigt wurde, dann sollte man schon erkennen können, das hier eine gewisse Ähnlichkeit vorhanden ist. Ist das nicht der Fall dann haben ich wohl etwas verkehrt gemacht..... Egal, dann mach ich es eben noch mal.

Ach halt !! Da fehlt noch was.... genau, das Aquarium !? Ja ! Kommt noch. In wenigen Tagen an dieser Stelle mehr. Viel Spaß beim basteln.
Dieter


 

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