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Bau einer Aquarien- abdeckung
(Tobias Mösers)



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Startseite / Beiträge / Aquarienwasser

Quelle: info@mein-hobby-aquaristik.de / www.mein-hobby-aquaristik.de

 

Als Lebenselement der Fische stellt Wasser den wichtigsten Umweltfaktor im Aquarium dar. Seine Beschaffenheit hat großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere und das Wachstum der Pflanzen. Die chemischen Zusammensetzung des Wassers hat somit maßgebliche Bedeutung für den Erfolg unseres Aqauriums.

In den meisten Fällen wird für die Befüllung des Aquariums reines Leitungswasser benutzt. Da gerade im Frühjahr viel gedüngt wird, landen viele Düngemittel, Pflanzenschutzmittel etc. direkt im Grundwasser und somit auch im Trinkwasser. Weiteres Problem ist, dass das Wasser auf einen alkalischen pH-Wert eingestellt wird.

Probleme:
- Leitungswasser enthält Nitrat, Pflanzenschutzmittel, Kohlenwasserstoffverbindungen und Schwermetalle

- für Pflanzen wichtige Nährstoffe werden entfernt: Eisen, Mangan, Kohlensäure, organischen Bestandteile

- alkalischer pH-Wert

Folge ist, dass Leitungswasser unbehandelt nicht besonders für die Zierfischhaltung geeignet ist.

Die wichtigsten Wasserwerte sollten also bestimmt werden, um Leitungswasser trotzdem für die Verwendung im Aquarium aufzubereiten.

Gesamthärte wird durch Calcium und Magnesium bestimmt. In Gebieten mit Kalk-, Gips oder Dolomitböden findet man hartes Wasser, Sandbodengebiete eher weiches Wasser. Die Einheit für die Gesamthärte ist Deutsche Härtegrad.

0-4 ° GH - sehr weich
4-8° GH - weich
8-12° GH - mittelhart
12-30° GH - hart
30++° GH - sehr hart

Karbonathärte wird gebildet aus Carbonat und Hydrogencarbonat. Auch die Karbonathärte wird in Deutsche Härtegrad angegeben, jedoch mit dem Kürzel KH. Die Karbonathärte hat entscheidenden Einfluss auf den pH-Wert des Wassers. Der Optimalwert ist abhängig von der Art der gepflegten Fische. Deshalb sollte man vor Planung der Anschaffung eines Aquariums bereits die vorliegende Wasserwerte prüfen und ggf. die Arten danach auswählen. Die Karbonathärte ist Bestandteil des wichtigesten Puffersystems des Wasseres, das große pH-Wert-Schwankungen verhindert. Zusammen mit Kohlendioxid und organischen Säuren bestimmt sie den pH-Wert des Wassers. Möchte man den pH-Wert senken, muss man mit karbonatarmen Wasser verdünnen, z.B. destilliertem Wasser, ist eine Erhöhung erforderlich, kann Natriumhydrogencarbonat hinzugegeben werden.

pH-Wert gibt an, wieviele freie Wasserstoffionen sich in einer Lösung befinden, sprich in welchen Verhältnis Säuren und Basen vorhanden sind. Im Laufe der Evolution haben sich bestimmte Zierfischarten an einen ganz speziellen pH-Wert angepasst. Dieser ist dann selbstverständich auch genau der richtige, um die Fische erfolgreich in seinem Aquarium zu pflegen. Da der pH-Wert in enger Beziehung zur GH und KH steht, macht eine künstliche Änderung mit pH+ oder pH- wenig Sinn.
Stickstoff: durch die Ausscheidungen der Fische sowie durch Futterreste gelangen immer wieder organische Substanzen ins Aquarienwasser. Diese bestehen zum großen Teil aus Stickstoffverbindungen bestehen. Der Abbau erfolgt folgendermaßen:
Eiweiße -> organische Stickstoffverbindungen -> Ammonium -> Nitrit -> Nitrat
Bei diesen Reaktionen wird Sauerstoff verbraucht. Wichtig für diesen Abbauprozess sind die Bakterien Nitrosomonas und Nitrobacter. Man findet sie im Bodengrund, im Filter und auf Dekorationsmaterial.

Ammonium ist für Fisch und Pflanze recht ungefährlich, wandelt sich aber schnell in Ammoniak um, welches äußerst toxisch wirkt. Abhilfe bei erhöhter Ammoniakkonzentration schafft hier ein Teilwasserwechsel.

Nitrit ist ein Zwischenprodukt bei der Oxidation und wird bei normaler Bakteriendichte schnell zu Nitrat umgewandelt. Es ist sehr giftig für Fische und Pflanzen.

Nitrat ist die Endstufe des Stickstoffabbaus. Der Gehalt steigt immer weiter an. Problematisch ist, dass durch Überdungung der Landwirtschaft bereits unser Trinkwasser mit bis zu 50mg/l Nitrat beinhaltet.

Sauerstoff wird hauptsächlich von unseren Aquarienpflanzen produziert. Aussprudler und Ausströmer können das Aquarienwasser bei weitem nicht mit dem gleichen Sauerstoff anreichern. Dies wird in Praxis oft überschätzt. Fische und auch die Nitrifikationsbakterien benötigen weniger Sauerstoff als angenommen. Ein Wert von 5mg/l kann als ausreichend angesehen werden.

Kohlendioxid ist die Hauptnahrung unserer Aquariumpflanzen und ein wichtiger Bestandteil des Puffersystems des Aquariums. Steigt sein Gehalt im Aquarium an, steigt auch der pH-Wert.

Eisen ist ein Spurenelement, das sowohl von Pflanzen als auch von Tieren benötigt wird. Bei Eisenmangel wachsen die Pflanzen nicht mehr und bekommen weiße Flecken, da sie das Chlorophyll nicht mehr aufbauen können. Problem ist, dass Leitungswasser enteisent wird, damit das Leitungsnetz geschont wird. Ein Minimalwert von 0,03mg/l sollte erreicht werden.

 

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