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letzter vom: 03.11.08

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Aquarienfotografie
(Horst Engler)



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Quelle: Lemi Hacioglu aus CH-Wetzikon / www.aquarianer.ch/

 

Hier meine Materialliste:

1 Styroporplatte 100x50x8 cm
1 Sack Zement / Mörtel / Fliessenkleber ca. 1.5 kg
1 breiter Pinsel ca. 50-60 mm
1 Cutter / Teppichmesser mit ausziehbarer Klinge
verschiedene Abtönfarben (am besten Erdtöne)
1 Abfallsack, Wischer mit Schaufel, Staubsauger mit leerem Beutel
ev. Drahtbürste, Lötkolben und Heissluftfön (habe ich alles nicht gebraucht)
ev. 2-3 verschiedene Künstlerfarben (Acryl!)
Etwas Zeit und Geduld

Die Drahtbürsten und die Säge habe ich wieder verstaut.

In jedem Baumarkt bekommt man für wenig Geld Styroporplatten in verschieden dicken zu kaufen. Die Länge ist meistens auf 1 Meter beschränkt. Das ist allerdings für ein grösseres Becken kein problem. Styropor kann man gut mit Aquariumsilikon verkleben.

1. Schritt

Styroporplatte auf Mass zuschneiden. Etwas „Luft“ sollte schon mit eingerechnet werden, aber nicht zuviel. Meine Rückwand soll zwischen Beckenboden und die Längsstrebe geklemmt werden, damit ich sie später ohne Probleme wieder rausnehmen oder ersetzen kann.

Mit dem Cutter schneidet man die Platte auf die gewünschte Masse. Wenn die Klinge scharf ist, geht das ganz leicht.

2. Schritt

Nun kommt die kreative Phase. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Keine Angst, einfach drauflos „schnitzen“. Andere Leute verwenden zusätzlich Lötkolben, Drahtbürsten etc. Auf den Gestank habe ich gerne verzichtet.
Dreck gibt’s auch ohne Drahtbürste ;-) Mit dem Cutter geht das formen und gestalten ganz gut.

Angeschnittene Flächen kann man auch ganz gut mit dem Finger bearbeiten.

3. Schritt

So, nun ist die gröbste „Drecksarbeit“ gemacht. Räumt die Sauerei gleich auf

Kommen wir zum Zement auftragen.
Wie man Zement anmacht, steht auf der Packung. Bei mir war es 1 Teil Zement 2 Teile Wasser. Ich habe noch etwas Sand 2 Hand voll dazugegeben. So und nun alles gut umrühren. Die Masse sollte nicht allzu dick werden, verdünnen kann man mit Wasser. Wenn ihr wollt, könnt ihr jetzt auch mit Abtönfarben den Zement einfärben. Trägt das ganze mit dem Pinsel auf die Platte auf. Eine Schicht von ca. 1 cm sollte es schon sein. Die Ränder bestreicht nur ganz wenig, d.h. nur soviel das es wie Farbe aussieht! Hinten lassen wir es selbstverständlich blank.

Um einen realistischeren Effekt zu erhalten, habe ich mit einem Gegenstand, etwas mehr Struktur auf der Oberfläche gegeben.

4. Schritt

Nun heisst es abwarten. Der Zement sollte nach ca. 24 Stunden trocken sein. Besser ihr lässt es 2 Tage ruhen. Es kommt auch etwas auf die Umgebungstemperatur an. Damit keine Risse entstehen, habe ich meine Rückwand nach einem Tag nochmals mit Wasser befeuchtet.

Wichtig: Nicht an der direkten Sonne trocknen lassen. Nach der trocknung, sollte die Rückwand gut und lange abgeduscht werden (besser wäre noch, wenn man die Rückwand ca. 1-2 Wochen in einem grossen Behälter wässern würde/könnte).
Wieder trocknen lassen.

5. Schritt

So, jetzt kommt die zweite Kreativphase. Damit die Rückwand noch etwas natürlicher aussieht, habe ich die Rückwand noch etwas mit Acryl-Künstlerfarben eingefärbt. Die Acrylfarben am besten mit Wasser verdünnen und mit einem breiteren Pinsel auftragen. Nehmt verschiedene Farbtöne, aber auch nicht zu krass voneinander abweichende Farben.
Schaut ein bischen von der Natur ab .
Nachdem trocknen sind diese Acrylfarben absolut wasserfest und für die Tiere ungefährlich. Das man keine Ölfarben verwenden darf , versteht sich von selbst, oder? Acrylfarben trocknen ziemlich schnell. Bei Bedarf kann man ruhig nochmals darüber malen. Danach habe ich meiner Rückwand nochmals 2 Tage Zeit zum trocknen gegeben.

Optional:
Man kann die Oberfläche mit Epoxydharz bestreichen und somit versiegeln. Andere verwenden Acryllack (kein Kunstharzlack!).
Darauf habe ich verzichtet
Beim Harz, kann/sollte man auch nur den lebensmitteltauglichen Harz nehmen. Mir persönlich gefällt der Glanzeffekt des Harzes nicht. Alle andere Lacke oder Harze sollte man nicht verwenden!

6. Schritt

Die Rückwand in das Aquarium einsetzen und sich über das Ergebnis freuen

Der Zement macht das Wasser in den ersten Wochen ziemlich alkalisch und auch hart.
Meine Wasserwerte nach 5 Wochen Standzeit:
pH-Wert: 8.0 – 8.5
KH/GH: 16-20°
Mein Wasser aus der Leitung (Gemeinde Wetzikon, gemessen 20. Juni 2004) hat z.b. folgende Werte, :
pH-Wert: 7.3
GH 12°
KH 8°

Hinweis:
Falls die Rückwand für ein zukünftiges Weichwasserbecken eingebaut werden soll, dauert die Einlaufsphase dadurch länger (es ist nicht die Einlaufsphase für den Filter oder Bodengrund gemeint!). Deshalb wäre es von Vorteil, man wässert die Rückwand nach möglichkeit ausserhalb des Beckens für einige Wochen.
Zeitaufwand: ca. 4-5 Stunden verteilt auf 3 Tage
Kosten: ca. CHF 20.- / EUR 12.-

 

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