Quelle: Rolf Mohr /
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Anleitung für die Rückwände
1. Styroporplatte auf Innenmaß des Beckens schneiden. (Silikonwülste beachten! Sonst klemmt es!)
2. Oberfläche der Platte von Hand "abschälen, abbröckeln". Schneiden würde unschöne gerade Flächen ergeben.
3. Mit den Fingern "Steinbrocken" herausmodellieren.
4. Die ganze "Sauerei" der Styroporpartikel entfernen.
5. Die fertig modellierte Platte mit Wasser besprühen.
6. Zementfertigmörtel aus'm Baumarkt mit Wasser zu einem gerade noch, mit einem relativ harten Pinsel, auftragbarem Brei vermengen. Ich habe den Mörtel noch mit Sandsteinrotem Oxydpulver vermischt um gleich von der grauen Zementfarbe wegzukommen.
7. Diese Masse mit dem Pinsel auf der Platte verteilen . Sollte eine komplett geschlossene Fläche von mindestens 1 cm Stärke ergeben. Dicker ist besser. Ritzen, Fugen und Spalten nicht zuschmieren, sonst verschwindet der 3D Effekt!
8. Etwa 2 Tage trocknen lassen (Nicht in der Sonne! Sonst reißt der Mörtel! Falls er zu schnell trocknet, indem er Risse bekommt, einfach mit Wasser besprühen , so wie beim betonieren).
9. Für den 2ten Zementanstrich die Masse etwas dünnflüssiger anmischen und wieder auf der ganzen Fläche verteilen. Es können beim auftragen ruhig unregelmässige Kanten und Strukturen entstehen, so wie Felswände in der Natur eben aussehen.
10. Wiederum langsam und vollständig durchtrocknen lassen.
11. Nun mit handelsüblicher Wasserfarbe ( Malkasten aus dem ersten Schuljahr z.B.) die gesamte Oberfläche nach eigenen Vorstellungen einfärben. Ruhig die gewählten Farben miteinander mischen, untereinander verlaufen lassen und/oder mit Deckweiss oder Schwarz abtönen. Je nach Geschmack. Nur sollte beachtet werden, das man sich einigermassen an Naturtöne hält. Zu grelle oder extrem reine Farben sollte man vermeiden, da es diese in der natürlichen Unterwasserwelt auch nicht gibt.
Der wichtigste Punkt beim Einfärben ist allerdings der, das die Farben Nass in Nass aufgetragen werden, also die einzelnen bemalten Stellen nicht antrocknen lassen. Dadurch entsteht auch der gewünschte Effekt das die Farben ineinander laufen können.
12. Nach guter Durchtrocknung (die komplette Oberfläche ist stumpf und ganz matt) erfolgt der erste Versiegelungsschritt. Diesen macht man mit wasserfestem und für den Aussenbereich geeigneten Acrylklarlack Seidenmatt auf Wasserbasis. Damit werden die gesamte Oberfläche der Platte sowie auch die Schnittkanten versiegelt. Also alles bis auf die Rückseite der Styroporplatte satt, und ohne eine Stelle zu vergessen, mit dem Lack einpinseln. Sehr wichtig ist, das beim lackieren nirgends Lacknester (in Ritzen oder Vertiefungen) entstehen. Es muss eine gleichmäßig dünne Lackschicht vorhanden sein. Nach der Trocknung diesen Schritt noch einmal wiederholen. 2 Lackaufträge sind völlig ausreichend.
13. 4 -5 Tage später dürfte alles soweit trocken sein das man die Platte wässern kann um alle Härtebildner zu entfernen. Etwa 2 Wochen ganz untergetaucht reichen. Das geht am besten in dem Becken in dem sie später eingeklebt werden soll. Das Wasser alle 2 Tage komplett wechseln.
14. Ist alles erledigt, kann die trockene fertige Platte entweder mit Aquariensilikon an die rückwärtige Scheibe geklebt werden, oder , falls vorhanden, sie mit Hilfe Stabiglasstreifen festgekeilt werden. Kleben ist aber auf alle Fälle besser. Denn trotzt der relativ dicken Zementschicht hat die Platte Auftrieb und schwimmt.
Ich hoffe es ist alles geschrieben und für jeden zu verstehen.
Viel Spass beim Bau und viel Freude an der Optik dieses Schmuckstückes.
Beispiel Nr. 01
Beispiel Nr. 02
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