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Bauanleitung Bio-CO2-Anlage
(Matze Müller)



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Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von Unser Aquarium zur Verfügung gestellt. Das Copyright für den Beitrag und den Bildern liegt bei Peter Haug .

 

Unterwasser-Teil bzw. Rückwand hinter dem Becken

Vorab stand das Recherchieren von Bildern aus dem Biotop der Landschaft und der Lebenswelt, in der die Thorichthys-Barsche leben. Felsen ziehen sich bis auf den Boden des Beckens. Dazu gehören jedoch auch Wurzel und andere Verstecke. Wie bereits erwähnt, soll dem Becken ein Thema zugeordnet werden – Maya/Azteken-Biotop.

Aufnahmen von Prallufern dienen als Vorbild. Die Strömung stark sein, steile Steinwände im Hintergrund, die z.Teil stark bewachsen sind. Auch Wurzelwerk ist dabei vertreten. Ein kleiner Wasserlauf oder ein Wasserlauf wird dazugehören und das Aquarium mit dem "Landteil" verbinden. Nicht zu hoch darf dabei die Fallhöhe des Wasser ausfallen – zu lautes Geplätscher!

Ein Filmbericht im TV über Maya und Azteken, deren Kultstellen, die örtlich vorhandenen Flüsse, Binnenseen und –teiche, regten mich zur Gestaltung unseres Aquariums an. Der Bericht zeigte u.a.. einen Maya-Tempeleingang unter Wasser. Es soll durch Überflutung ein Binnensee entstanden sein und so die Kultstelle unter Wasser gebracht haben. Ein Motiv entstand vor dem geistigen Auge und ich fing mit dem Bau eines Rückwandteiles an.

Werkzeuge:

Heißluftfön
Styroporschneider, zwei Stück mit verschieden Schneidestärken
Messer
Aquarium-Silikonkleber
Filsstift, wasserfest
Styroporplatten 2cm, 4cm, 6cm

Maya-Tempel aus der Mayakultur dienen als Vorlage für die Ornamentik der „Steinarbeiten“ .
Die Verklebung der Styroporteile erfolgt mit "aquariumsicher-em" Silikonkleber. So bleibt mir offen, diesen Hintergrund, der jetzt hinter dem Becken Platz finden wird, später einmal wasserdicht zu versiegeln.

Wer die Zeichnung richtig verfolgt hat, dem fällt auf, dass der Unterwasserteil hinter dem Becken steht. Dennoch behandle ich diesen Teilabschnitt genauso, als ob er im Wasser direkt eingebaut wird. Schließlich soll der Übergang von „Trocken“ in „Nass“ später nicht ins Auge fallen.

Die Felswand wächst:
Bilder bestehender Aquariumrückwände und Originalaufnahmen aus dem Biotop dienen als „Vorbild“ für das Modell.

Das Grundgerüst für die Rückwand steht.
Die Poren auf den einzelnen Flächen der Steinplatten entstehen mit Hilfe des Heissluftfönes.
Der nächst Schritt wird das Einlassen der Platte mit "flexiblen" Fliesenkleber. Der Einstrich sollte sehr dünn erfolgen, damit sich der Kleber in alle Fugen setzen kann und keine weißen Stellen offen bleiben.

Das Eck wird angesetzt. Es soll nicht im rechten Winkel geschehen, d.h. die Wand des Hintergrundes wird leicht abgerundet erscheinen.

Vorausdenken ist wichtig:
Hier entsteht ein Kabelkanal für die geplante „Schaltzentrale“.

Die Rückwand im „Rohbau“ ist fertig. Sie besteht aus zwei Teilen, die die spätere Montage erleichtern soll.

Die Wände werden mit flexiblem Fliesenkleber eingestrichen.

Eine ganze Nacht Trockenzeit reicht bei weitem nicht aus um den stark mit Wasser verdünnten Kleber zu trocknen. Die ersten trockenen Stellen erkennt man an den hellgrauen, fast weißen, zementartigen Stellen.

Mit schwarzem Acrylspray werden die ersten tiefliegenden Fugen eingesprüht. Schatten entsteht.

Am Tempeleingang geht die "Malerei" los. Dabei arbeite ich mit 3 Farben um die Gesteinsarten nachzubilden. Vordergründiger Flächen werden dabei hell gehalten. Mit einem nassen Pinsel wird hin und wieder über die eingefärbten Stellen gewischt . Dabei entstehen diffuse Farbdichten.

Das rechte Relief des Tempeleinganges ist bearbeitet, das Linke noch nicht.

Mit Klarlack frisch eingesprüht werden unmittelbar danach mit Aquariumsand die Steinflächen bestreut. auch in der Natur ist die Unterwasserlandschaft gerne versandet. Verwendung findet der gleiche Sand, wie er später ins Aquarium kommt.

Mit dem Klarlack (matt) und dem Sand im Vordergrund werden die fertig gefärbten Steine des zweiten Teils lakiert und gesandet.

Ein Gerippe vom Jahrmarkt - was hat das mit diesem Hintergrund zu tun?! Maya und Azteken opferten immer wieder Menschen, in dem sie diese in einen der Steilen Seen stießen. Tauch fanden heute beim Durchforsten dieser Anlagen immer wieder Skelette von Ritualopfern.

Natürlich sehen dies Plastik-Hampelmänner nicht aus. Mit einem heißen Schneidegerät werden die Ringe abgetrennt und die Knochen mit dem Heißluftfön gebogen. Etwas Farbe, Lack und Sand - schon sieht das Ganze natürlich aus.

Pflanzen bringen Leben in die Hintergrundlandschaft. Künstliche Pflanzen, die auf Seidenblattbasis aufgebaut sind wirken erstaunlich echt.

Grünzeug aus dem Blumenkasten. Mit Klarlack behandelt. In einem Museum habe ich gesehen, wie der Kurator seine echten Pflanzen besprüht, die er in Schauvitrinen hat. Er sagte mir, dass dadurch der Verwelkungsprozess gestoppt wird.
Nun, ich lasse es auf einen Versuch ankommen. Selbst wenn die Pflanze trocken wird, oder gar ausbleicht, dann stört das im Hintergrund nicht.

Auf dem Boden die Papierschablone, rechts die Rückwand des Filters. Mehr über den Filter finden sie im eigenen Kapitel.



Im Tauchgang durchs Felslabyrinth

Folgethemen:

stabiler Unterbau
Bau des Filters
Bau des Landteiles

 

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Aquarium-Rückwand Bau des Landteiles
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