Quelle: Sven Müller / www.labyrinthfische.de
Lebendfutterzucht
Um meinen Fischen eine möglichst gesunde und abwechslungsreiche Nahrung anbieten zu können, halte bzw. besorge ich mir Futtertiere wie:
Drosophila,
Mikrowürmer,
Daphnien,
Moina,
Essigälchen,
Grindalwürmer,
Mückenlarven,
die es mir zumindest in den Sommermonaten ermöglichen fast völlig auf Frost- oder gar Trockenfutter zu verzichten. Im folgenden möchte ich meine persönlichen Erfahrung wiedergeben geben, wie man sich seine eigene Futtertierzucht aufbaut.
Erklärung (Spirulina)
Kleine Fruchtfliege
Zuchtanleitung für Drosophila melanogaster
Fruchtfliegen sind das aus meiner Sicht unkomplizierteste und am einfachsten zu züchtende Lebendfutter für Zierfische. Die Fliegen schwimmen an der Wasseroberfläche des Aquariums und werden z. B. von Kampffischen und Bärblingen gerne gefressen.
Es gibt zwei Arten von Fruchtfliegen, wobei ich nur die kleinere Art Drosophila melanogaster züchte, da für meine Betta-Wildformen die Verwandte Drosophila hydei zu groß ist. Die im Aquaristikhandel erhältlichen Fliegen sind flugunfähig, d. h. sie bewegen sich nur hüpfend vorwärts. Man muss also keine Angst haben, dass beim Öffnen des Ansatzes ein Schwarm Fruchtfliegen aus dem Glas kommt.
Für einen Zuchtansatz eignen sich Gläser, idealerweise nimmt man die bauchigen Einmachgläser von Weck. Für meine Becken reicht in aller Regel ein Ansatz aus dem ich ca. 2 Wochen jeden Tag füttern kann. Insbesondere am Anfang sollte man aber mehrere kleine Gläser ansetzen, da es schon mal passieren kann, dass ein Nährbrei anfängt zu schimmeln
Kulturanleitung
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Zutaten: 1 bauchiges Glas eine alte Eierpackung ein Haushaltsgummi ein Zellstofftaschentuch oder Küchenpapier mindestens 20 Fruchtfliegen |
eine Banane Haferflocken 2 Esslöffel 5%iger Fruchtessig, vorzugsweise Apfelessig 1-2 Esslöffel Zucker etwas frische Hefe oder Trockenhefe Spirulina-Pulver optional ein Vitaminpräparat |
Die Hefe und der Zucker werden im Apfelessig aufgelöst und die Banane in kleinen Stücken hinzugegeben. Das ganze wird zu einem noch recht flüssigen Brei gerührt. Testweise habe ich in den Nährbrei Spirulina-Pulver gegeben (ca. 1 Teelöffel), so dass der Brei eine grüne Farbe bekommt. Ansätze mit dieser sehr nährstoffreichen Alge sind sehr ergiebig und bringen recht agile Tiere hervor. Die Haferflocken werden unter den noch recht flüssigen Brei gerührt bis dieser etwas eindickt. Er sollte nicht zu nass sein, da die Fliegen ansonsten in ihm ertrinken oder gar alles anfängt zu schimmeln, ein zu fester Brei trocknet aber recht schnell aus. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür welche Konsistenz der Nährbrei haben sollte.
Dieser hellgrüne Nährbrei wird bis zu einer Höhe von 2-5 cm in das Glas gegeben. Je mehr Nahrung für die Fliegen zur Verfügung steht, desto ergiebiger wird der Ansatz und um so länger kann man regelmäßig Fliegen aus ihm ernten. Üblicherweise ist der Nährbrei nach 2 Wochen von den Maden fast völlig aufgefressen worden und der Ansatz bricht zusammen.
Damit die Fliegen einen Platz zum sitzen haben, wird z. B. ein Stück einer alten Eierverpackung oder eine leere Toilettenpapierrolle in das Glas gegeben. Unsere Fruchtfliegen können zwar nicht fliegen, aber dafür um so besser hüpfen. Deswegen sollte bereits jetzt das Taschentuch bzw. Küchenpapier und der Haushaltsgummi bereitliegen, um das Glas so schnell wie möglich zu schließen. Aus dem alten Ansatz werden mindestens 20, bei mir normalerweise bis zu 100 frisch geschlüpfte Fruchtfliegen in das Glas gegeben und dieses sofort verschlossen. Ansonsten verteilen sich die Drosophila schneller als man denkt im ganzen Raum.
Das Glas stellt man nun in einen Raum mit ca. 20 - 25° C. Der Ansatz muss nicht mehr gepflegt werden. Die im Ansatz befindlichen Fliegen fressen sich in den nächsten Tagen kugelrund, legen Eier aus denen als bald kleine, weiße Maden schlüpfen. Diese benötigen etwas mehr als eine Woche um auf eine Größe von 4-5 mm anzuwachsen. Die Maden klettern dann an der Scheibe und der Eierpackung empor, verpuppen sich und bereits nach ein paar Tagen schlüpfen jede Menge kleine Fliegen. Die Maden sind übrigens eine willkommene Mahlzeit für meine Fische. Sobald die Maden am Glas hoch kriechen, kann man sie mit Hilfe eines Pinsels entnehmen und verfüttern. Jedoch nehme ich an, dass diese einen sehr hohe Fettgehalt haben und deshalb nur zur gelegentlichen Verfütterung geeignet sind.
Die ersten frischgeschlüpften Fliegen aus dem Glas werden für die Zubereitung eines Fruchtfliegenansatzes hergenommen. Üblicherweise dauert es 2 Wochen bis man aus einem frischen Glas Fruchtfliegen ernten kann, d. h. wenn man alle 2 Wochen ein Glas ansetzt, hat man ständig gesundes Lebendfutter.
Am Anfang benötigt man etwas Übung, um die Fliegen so zu verfüttern, dass nur die gewünschte Menge im Becken und nicht alles im Raum landet. Hierzu am besten das Glas schütteln, so dass die Fliegen, die üblicherweise direkt unter dem Deckel sitzen nach unten fallen. Der Gummi wird vorsichtig an einer Seite gelöst und der Zellstoffdeckel etwas geöffnet. Die Fliegen können nun durch die kleine Öffnung ins Becken gegeben werden. Wenn man das Glas gleich wieder verschließt können die übrigen Drosophilas nicht flüchten. Wenn der Ansatz zu nass ist oder zu warm steht bildet sich schnell Schimmel, insbesondere Blauschimmel. Abraten würde ich auch davor nachträglich Fruchtsaft oder Wasser ins Glas zu geben, wenn die Nährmasse zu trocken wird. Bei mir fing dann sofort alles an zu schimmeln.
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Mikrowürmer
Zuchtanleitung für Zierfischaufzuchtfutter
Mikrowürmer sind das ideale Aufzuchtfutter insbesondere für schnellwachsende Jungfische. Die ca. 3,5 mm langen, weißen Würmer sind einfach zu züchten und werden von vielen Zierfischen gerne angenommen. Wie alle Würmer haben sie nur den Nachteil, dass sie recht fetthaltig sind, so dass man sie insbesondere langsam wachsenden Aquarienbewohnern nur als Zusatznahrung geben sollte.
Kulturanleitung
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Zutaten: eine verschließbare Plastikdose oder Glas Haferflocken etwas Milch etwas frische Hefe oder alternativ Trockenhefe etwas Spirulina-Pulver |
Die besten Ergebnisse habe ich in kleinen Plastikdosen, deren Deckel etwas durchlöchert wurden. Wichtig ist, dass man durchsichtige Gefäße nimmt, um die Tiere auch zu sehen, wenn man sie entnehmen möchte. Weiterhin sollten die Dosen oder Gläser nicht zu flach sein, da die Würmer an den Wänden nach oben kriechen. Aber keine Angst, die Würmer kommen nicht aus dem Gefäß.
Die Hefe wird in der Milch aufgelöst und die restlichen Zutaten zugegeben bis ein nicht all zu fester Brei entsteht. Wichtig ist, dass auf der Oberfläche des Breis ein Feuchtigkeitsfilm liegt, in dem die Würmchen schwimmen können. Der Brei wird ca. 2-3 cm dick in das Gefäß gegeben. Nun nur noch den Zuchtansatz unterrühren und das ganze verschließen. Wie auch bei den Fruchtfliegen habe ich die Erfahrung gemacht, dass etwas Spirulina-Pulver die Ansätze ergiebiger macht. Außerdem gehe ich davon aus, dass mit Spirulina gefütterte Mikros zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Es dauert nur ein paar Tage bis die ersten Würmer an den Wänden empor klettern. Der Ansatz darf nicht zu kühl stehen. Werte über 20° C sind ideal. In kühleren Räumen stellt man einfach den Ansatz auf die Aquarienabdeckung. Aber aufpassen, dass die Mikrowürmer nicht direkt über der heißen Neonröhre stehen.
Mit einem Wattestäbchen oder kleinem Pinsel lassen sich die Mikrowürmer aus dem Gefäß entnehmen. Auf keinem Fall sollte man die Tierchen direkt aus dem Kultursubstrat entnehmen, da dadurch die Bakterien mit ins Becken gebracht werden, die zusammen mit den Mikros leben. Sollten die Mikrowürmer nicht die Wände hochklettern liegt es entweder daran, dass zu viel Frischluft in das Gefäß kommt oder der Ansatz zu kühl steht.
Leider kann dieses Lebendfutter nicht schwimmen. Die Mikrowürmer sinken langsam zu Boden, wo sie von den Jungfischen nicht mehr aufgenommen werden. Ein kleiner “Mikrowürmer-Futterautomat” kann da Abhilfe schaffen. Hierfür nimmt man einfach ein Stück Styropor, schneidet in die Mitte eine ca. 1 cm großes Loch und steckt dort ein wenig Watte hinein. Die Watte im Becken mit Wasser tränken und alles auf die Wasseroberfläche legen. Oben hinein gibt man die Würmer, die dann nach und nach durch die Watte ins Becken gelangen. Die Jungfische merken recht schnell, dass es in der Nähe des “Automaten” immer frisches Lebendfutter gibt und halten sich immer unter dem Styropor-Rahmen auf.
Der Ansatz ist mehrere Wochen recht ergiebig. Ab und zu muss eventuell etwas Wasser zugegeben werden. Durch Unterrühren eines kleinen Löffels frischen Nährbreis kann man die Ergiebigkeit eines älteren Ansatzes wieder steigern. Bei nicht fest verschlossenem Deckel oder zu großen Luftlöchern legen Fruchtfliegen ihre Eier im Haferflockenbrei ab. Sobald ich dies sehe, entferne ich die Fliegen. Mit der Zeit siedeln sich aber Milben auf dem Nährsubstrat an, was sich negativ auf die Vermehrung der Mikrowürmer auswirkt. Wenn sich die Milben ausbreiten muss man die Mikrowürmer neu ansetzen
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Wasserflöhe
Zuchtanleitung für Daphnien
Daphnien, wie die bei uns in Seen und Tümpeln vorkommenden Wasserflöhe heißen, sind wohl das klassische Lebendfutter in deutschen Aquarien. Einfach zu beschaffen und leicht züchtbar wurden sie schon in den Anfängen der Aquaristik als Zierfischfutter eingesetzt. Dabei eignen sich Wasserflöhe nur bedingt als Hauptnahrung für unsere Fische, da sie zwar viele Balaststoffe aber kaum Nährstoffe wie Eiweiß enthalten. Als Ergänzungsnahrung tragen Wasserflöhe mit zur Gesundheit unserer Aquarienfische bei. Üblicherweise bekommt man bei uns hauptsächlich Daphnia magna, die bis 5 mm groß werden. Allerdings gibt es auch kleinere Arten wie Daphnia pulex.
Kulturanleitung
Daphnien sind in kleinen und großen, mit Wasser gefüllten Gefäßen zu züchten. Je größer dieser Behälter ist, desto stabiler laufen die Ansätze. Bei mir steht auf dem Balkon ein altes 80er-Becken, dass dort - abgesehen von den frostigen Wintermonaten - je nach Jahreszeit mehr oder weniger ergiebig Wasserflöhe liefert. Jedoch eignen sich auch 10l-Eimer. Das Wasser in diesen kann aber schneller “umkippen” und der Ansatz damit absterben. Wer einen Garten hat, der sollte einfach eine alte Wanne o. ä. aufstellen.
In das Gefäß Aquarien-, Regen- oder Leitungswasser geben und am besten ein paar Tage auf dem Balkon stehen lassen, so dass sich darin Algen bilden können. Wasserflöhe sind Filtrierer, d. h. sie holen unermüdlich feine Bestandteile aus dem Wasser. Algen sind die Hauptnahrung von Wasserflöhen in der Natur. Etwa nach einer Woche gebe ich einen Wasserfflohansatz in das Becken. Jeden Tag füttere ich etwas in Wasser aufgelöste Trockenhefe. Die Menge sollte lieber etwas zu knapp bemessen sein, da die Daphnien in sauerstoffarmen Wasser schnell absterben. Das Wasser sollte spätestens nach einem halben Tag wieder klar sein. Während ich die Hefelösung ins Becken gebe, wird der Inhalt etwas umgerührt damit sich alles gut verteilt und nicht nur auf den Boden sinkt, sowie um etwas Sauerstoff ins Wasser zu bringen. Eine extra Belüftung ist nicht notwendig. Die ideale Vermehrungstemperatur liegt bei 18° - 25° C. Bei Temperaturen darüber kann die Kultur schnell absterben. Kühleres Wasser vermindert die Vermehrungsfreudigkeit der Wasserflöhe.
Wichtig für das biologische Gleichgewicht im Becken sind Schnecken. Bei mir haben sich am besten Blasenschnecken und Posthornschnecken bewährt, da diese recht widerstandsfähig auch gegen Temperaturschwankungen sind. Turmdeckelschnecken sterben recht schnell ab. Die Schecken ernähren sich von den Häutungsrückständen der Wasserflöhe sowie von abgestorbenen Tieren. Hefereste, die sich am Boden absetzen, werden von den Schnecken auch gerne gefressen. Sie halten damit das Wasser sauber und den Zuchtansatz stabil. Je größer und fresslustiger die Schneckenpopulation im Becken war, desto mehr Wasserflöhe konnte ich ernten. So ein Ansatz kann monatelang sehr ertragsreich sein, ohne dass er weitere Pflege benötigt. Bei kleineren Gefäßen kann es jedoch notwendig werden, dass man etwas Wasser wechseln muss. Da der Ansatz nicht riecht, ist es möglich Wasserflöhe auch in geschlossenen Räumen zu züchten. Allerdings sollte man dann darauf achten, dass die Daphnien nicht im Dunkeln stehen.
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Moina macropoda
Zuchtanleitung für den japanischen Wasserfloh
Moina, ein nur ca. 2 mm kleine japanische Wasserfloh stellt ganz besondere Bedingungen an seine Lebensumgebung. Sind diese jedoch erfüllt vermehrt er sich ungebremst und man muss fast jedenTag aus den Ansätzen Flöhe entnehmen. Wahrscheinlich aufgrund der nicht immer einfachen Zucht ist dieses Lebendfutter gegenüber anderen Lebendfutterarten nur selten bei engagierten Aquarianern vorzufinden.
Kulturanleitung
Auf manchen Internetseiten wird von guten Zuchtergebnissen in flachen Gefäßen berichtet, wieder andere vermehren Moina in Einweckgläsern. Bei mir laufen die Ansätze nur in nicht durchsichtigen 5l-Plastikeimern. Alle anderen Formen die Wasserflöhe zu vermehren endeten im recht schnellen Absterben der Ansätze. In die Eimer wird abgestandenes Aquarienwasser und ein Moina-Ansatz gegeben. Sofort nach dem Einsetzen muss man die Wasserflöhe füttern, da sie nach meinen Erfahrungen in klarem Wasser ohne Nahrung recht schnell absterben.
Wie bei Daphnien füttere ich in Wasser aufgelöste Trockenhefe. Wenn vorhanden kann man noch etwas Preis Microplan zugeben. Die Ansätze sterben dann nicht so schnell ab. Moina braucht immer Nahrung, d. h. es ist notwendig täglich mindestens einmal zu füttern. Anfänglich hatte ich große Probleme mit der Menge der aufgelösten Trockenhefe. Ideal ist, wenn nach einem halben Tag das Wasser langsam wieder klar wird und man erneut eine ähnlich große Menge Trockenhefe ins Wasser gibt. Die Temperatur ist für die Vermehrung von japanischen Wasserflöhen wesentlich wichtiger als bei Daphnien. Die ideale Vermehrungstemperatur liegt bei 20° - 25° C. Darüber stirbt der Ansatz recht schnell ab, in kühlerem Wasser wird die Fortpflanzung eingestellt. Durch die Sauerstoffarmut im Wasser sammeln sich die Wasserflöhe an der Oberfläche des Eimers. Dies ist auch ein sicheres Zeichen, dass man bald die ersten Tiere entnehmen kann. Nach knapp einer Woche ist es soweit, dass man die ersten Tiere verfüttern kann. Aus einem gut funktionierenden Moina-Ansatz muss man sogar alle 1-2 Tage Tiere entnehmen, da es sonst zu viele Wasserflöhe im Eimer werden. Einen Nachteil hat Moina im Gegensatz zu europäischen Wasserflöhen, die Ansätze riechen je nach Alter recht unangenehm. Im Freien oder in einem Keller ist dies kein Problem,aber in der Wohnung würde ich niemanden empfehlen Moina zu züchten.
Auch auf anderen Seiten wird berichtet, dass Futteransätze mit japanischen Wasserflöhen ohne ersichtlichen Grund innerhalb eines Tages absterben. Schon deshalb ist es wichtig immer mehrere Eimer parallel laufen zu lassen. Länger als 3 Wochen lief bei mir aber kein Moina-Ansatz. Üblicherweise nach 2-3 Wochen stirbt die Population im Eimer ab. Man sieht schon an diesen Beschreibungen, dass ich mit keinem Lebendfutter mehr Probleme hatte, als mit Moina. Aufgrund des nicht geringen Aufwandes zur Erhaltung der Zucht und des geringen Nährwertes von japanischen Wasserflöhen ist es verständlich, dass dieses Lebendfutter kaum an Zierfische in Deutschland verfüttert wird.
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Essigälchen
Zuchtanleitung für anspruchsloses Aufzuchtfutter für Jungfische
Auf der Suche nach einem Aufzuchtfutter, dass auch sehr kleine Jungfische zu sich nehmen können, bin ich irgendwann mal bei Essigälchen gelandet. Dies sind Würmchen, die nur 1-2,5 mm lang werden und somit kleiner als Artemia sind. Im Gegensatz zu Mikrowürmern haben sie den Vorteil, dass sie sich im Aquarienwasser bewegen können und nicht so schnell absterben. So ist die Nahrung auch über einen längeren Zeitraum für die Jungfische verfügbar. Jedoch sollen nicht alle Jungfische in der lage sein Essigälchen zu verdauen.
Kulturanleitung
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Zutaten: 1 Flasche aus durchsichtigem Glas Apfelessig oder ein anderer Obstessig mit 5 % Säure etwas Frischhefe 1 Teelöffel Zucker Wasser |
Essigälchen sind recht einfach in Flaschen zu züchten. Flaschen bieten sich an, weil sich die Essigälchen an der Oberfläche sammeln und je kleiner diese ist, desto konzentrierter trifft man die Würmchen dort bei der Entnahme an. Die Nährflüssigkeit, in der die kleinen Würmchen bei mir leben besteht je zur Hälfte aus 5%igen Apfelessig und Leitungswasser. In dieser Flüssigkeit wird der Zucker sowie die Hefe aufgelöst. Zum Schluss nur noch den alten Ansatz dazugeben.
Essigälchen sind recht anspruchslos, was die Pflege angeht. Bereits Zimmertemperatur reicht ihnen zur Vermehrung aus. Mit der Zeit bildet sich eine Kammhaut auf der Oberfläche, die man durch umrühren oder schütteln der Flasche wegbekommt. Durch das Schütteln wird auch immer wieder etwas Luft in die Nährlösung gebracht. Nach ein paar Wochen bildet sich am Boden der Flasche ein Flaum. Dieser ist nicht schädlich für die Futterzucht, anscheinend leben darin wichtige Bakterien, die für die Essigälchen wichtig sind. Mit etwas Hefe oder Zucker lässt sich die Vermehrung der Kleinen erhöhen. Mein ältester Ansatz läuft jetzt ein Jahr ohne, dass ich eine Veranlassung gesehen habe ihn zu erneuern. Die Kulturen sind sehr stabil.
Ein Problem stellt die Verfütterung der kleinen Würmchen dar. In vielen Zuchtanleitungen liest man davon, dass die Essigälchen mit etwas Nährlösung entnommen und in ein Reagenzglas gegeben werden sollen. Dieses verschließt man mit einem Wattepropfen und gibt etwas Wasser darauf. Durch den Sauerstoffmangel sollen die Kleinen dann von der Nährlösung durch die Watte in das saubere Wasser kriechen. Da mir das ganze viel zu aufwendig ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass die Würmchen in ausreichenden Mengen auf diese Weise zu gewinnen sind, sauge ich immer etwas Nährlösung mit den Würmern in eine 5ml-Einwegspritze und gebe den Inhalt komplett ins Zuchtbecken. Bisher konnte ich keine Nachteile darin feststellen, dass die Essiglösung mit ins Becken gelangt. Bei kleinen Becken sollte man aber den PH-Wert im Auge behalten. Eine weitere Möglichkeit ist die Essigälchen mittels Spritze durch etwas Watte, die man in ein Stück Aquarienschlauch steckt zu filtern. Die Würmchen bleiben in der Watte hängen, während die Essiglösung durch die Watte läuft.. Durch nochmaliges Spülen mit Wasser wäscht man die verbliebene Essiglösung heraus. Eine weitere Möglichkeit die Würmchen zu filtern sandte mir ein Besucher der Website zu: “Zur Filterung eignen sich sehr gut feinporige Kaffeefilter. Die Essigälchen sind so groß, dass sie nicht durch das Filterpapier gelangen. Nachdem die Nährflüssigkeit durch das Filterpapier entwichen ist, stülpt man das Filterpapier einfach um und durchspült den Filter über einem kleinen Glas mit klarem Leitungs- oder Osmosewasser. Jetzt liegen die Essigälchen in gesäuberter Form vor und können problemlos verfüttert werden. Das benutzte Filterpapier kann man trocknen und somit mehrfach verwenden. Auf diese Art und Weise kann ich einen Kaffeefilter fast einen Monat bei täglichem Gebrauch verwenden.” Welches Verfahren nun das beste ist, muss jeder selber ausprobieren. Wenn jemand andere / effektivere Ideen zur Filterung von Essigälchen hat, würde ich mich über einen Hinweis freuen.
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Grindalwürmer
Zuchtanleitung für nährstoffreiches Fischfutter
Nachdem ich mit meiner Enchyträen-Zucht nicht sehr erfolgreich war, besorgte ich mir einen Ansatz Grindal (Enchytraeus buchholzi). Diese kleinen, weißen Würmer sind eng mit den Enchyträen verwandt, bleiben aber mit max. 10 mm deutlich kleiner. Aufgrund dieser geringen Größe eignen sie sich auch als nährstoffreiches Lebendfutter für Jungfische. Grindal sind reich an Eiweiß aber leider auch an Fett, weswegen die Würmer nicht all zu oft verfüttert werden sollten. Es empfiehlt sich sie abwechselnd mit ballaststoffreichem Futter wie Moina oder Daphnien zu verfüttern.
Im Internet findet man zahlreiche Zuchtanleitungen für Grindalwürmer, die auf unterschiedlichen Kultursubstraten wie Schaumstoff oder Seramis basieren. Meinen Ansatz bekam ich in gewöhnlichem Gartentorf, wie man ihn in jedem Bau- oder Gartenmarkt bekommt. Wichtig ist, dass dieser nicht mit Dünger angereichert wurde. Widererwartend ist der Ansatz auf diesem Substrat recht stabil und ergiebig.
Kulturanleitung
Für die Einrichtung eines neuen Lebendfutteransatzes besorgte ich mir eine Plastikdose inkl. Deckel mit den Maßen 30 x 20 x 7,5 cm, in die eine 1-2 cm hohe Torfschicht gefüllt wurde. Da Gartentorf meistens recht trocken ist, sollte dieser mindestens einen Tag gewässert werden. Erst dann etwas Torf mit ein paar Würmern aus dem alten Ansatz entnehmen und in das neue Zuchtgefäß geben. In die Mitte der Schale lege ich immer eine Plexiglasscheibe, unter der sich die Würmer später sammeln und so leichter entnommen werden können. Luftlöcher habe ich keine im Deckel der Plastikdose. Allerdings sollte man den Deckel nicht fest auf die Dose legen, da die Würmer ansonsten ersticken.
Grindalwürmer sind immer recht hungrig. Der neue Lebendfutteransatz muss deswegen gleich mit Futter versorgt werden. Auch hier zeigten sich die Würmer als nicht besonders anspruchsvoll. Wenn nur wenig Zeit vorhanden ist, füttere ich einfach ein paar Haferflocken, die nur mit etwas Wasser besprüht werden. Sehr vermehrungsfreudig sind Grindal nach dem Verfüttern von Spirulina-Sticks aus Eigenproduktion. Diese enthalten neben Spirulina, einer sehr nährstoffreichen Alge, nur einfaches Erbsenpüree. Möglich ist auch die Verfütterung von Trocken- oder Flockenfutter für Fische. Allerdings ist dies auf Dauer recht teuer. Sowohl Haferflocken als auch Spirulina-Sticks sind innerhalb eines Tages restlos aufgefressen.
Beste Ergebnisse habe ich jedoch mit einem Nährbrei, den ich eigentlich für meine Mikrowürmer-Zucht zusammenstelle. Dieser besteht aus Milch, Haferflocken, Spirulina und Hefe. Das ausführliche Rezept gibt es auch hier noch mal zum nachlesen. Wie bei den Mikros verfärben sich die Grindal nach dem Verfüttern dieses Breis leicht grün, was auf das Spirulina-Pulver zurückzuführen ist. Ich gehe davon aus, dass die Würmer durch diesen Zusatz von Spirulina auch mit Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen angereichert werden und so noch wertvoller für die Fische sind. Bereits 24 Stunden später wimmelt es unter der Glasscheibe nur so von Würmern.
Zum Verfüttern halte ich die Plexiglasscheibe einfach etwas ins Becken. Die Würmer lösen sich dann und sinken nach unten. Alternativ kann man auch mit einem Pinsel oder ähnlichem die Würmer von der Scheibe abnehmen und verfüttern. Etwa aller 2-3 Tage muss ich aus solch einem Ansatz Würmer entnehmen, da die Population im Gefäß sich sonst zu stark vermehrt. Nach dem Verfüttern die Scheibe reinigen, da diese sehr schnell verschmutzt. Schließlich wollen wir ja nur das Lebendfutter im Becken haben, nicht auch noch Würmerdreck.
Meiner Kultur hat es übrigens nicht geschadet, dass ich sie mal 2 Wochen ohne Futter abgedeckt stehen lassen habe. Solange der Ansatz nicht austrocknet, überleben im Torfsubstrat immer noch recht viele Grindal, die sich auch nach dem ersten Anfüttern bald wieder vermehren. In den letzten Monaten hatte ich noch keine Probleme mit Schädlingen wie Milben. Sollten sich diese jedoch irgendwann einstellen, sollte das Torfsubstrat aufgelockert und eine neue Schicht frischen Torf auf diese aufgebracht werden. Die Würmer finden ihren Weg an die Oberfläche zurück und nach ein paar Tagen kann bereits wieder aus diesem Ansatz gefüttert werden.
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Mückenlarven
Abwechslungsreiches Lebendfutter aus dem Garten
Mückenlarven gehören sicherlich zu den beliebtesten Futtersorten in Deutschland. Positiv ist neben ihrem Nährstoffreichtum auch, dass sie die natürlichen Jagdinstinkte der Fische wiederbeleben. Insbesondere bei meinen Betta-Wildformen ist die Verfütterung von lebenden Mückenlarven immer ein besonderes Schauspiel. Die sonst recht versteckt lebenden Fische kommen von überall hervor, mit blitzschnellen Schwimmbewegungen schnappen sie nach den Mücken und sind sofort wieder verschwunden. Etwas später ist keine einzige Mückenlarven mehr zu entdecken, dafür haben die Fische leicht gewölbte Bäuche.
Drei verschiedene Arten sind bei uns lebend, getrocknet oder als Frostfutter erhältlich, schwarze, rote und weiße Mückenlarven. Seltsamerweise gibt es viele Aquarianer, die hauptsächlich rote Mückenlarven verfüttern, obwohl diese meist aus belasteten Gewässern kommen und nicht für jeden Fisch ungefährlich sind. Schwarze Mückenlarven hingegen gibt es zumindest im Sommer in fast jeder Regentonne und sind auch noch nahrhafter als rote Mückenlarven
Weiße Mückenlarven
Die Larven der Büschelmücke haben einen durchsichtigen, weißen Körper. Sie kommen nur in unbelasteten, sauberen Gewässern vor. In diesen kann man sie aber fast das ganze Jahr über fangen. Bei Gefahr können sich weiße Mückenlarven recht schnell fortbewegen. Es bedarf am Anfang schon etwas Übung die Mücken zu fangen, insbesondere wenn die Fische nur Trockenfutter gewohnt sind. Weiße Mückenlarven sind arm an Fett und deswegen ein recht gesundes Futter. Ich hebe lebende Mückenlarven im Kühlschrank auf. In feuchtem Zeitungspapier oder in den kleinen Beuteln, in denen man sie im Handel bekommt, sind sie so noch ca. eine Woche haltbar. Größerer Mengen am besten einfrieren.
Schwarze Mückenlarven
Dies ist wohl die unbeliebteste Mücke, da sich aus den Larven die nach Blut hungrigen Stechmücken entwickeln. Das ist wohl auch der Grund, dass man diese Mückenart nicht im Handel bekommt, obwohl sie zumindest in den Sommermonaten in jeder kleinen Pfütze zu finden ist. Kopfüber hängen sie an der Wasseroberfläche, leben von Kleinstlebewesen sowie Algen und lassen sich mit einem Kescher leicht fangen. Die weiblichen Stechmücken legen in Regentonnen, stillen Gewässern oder kleinen Wasseransammlungen winzige Eischiffchen ab, aus denen sich nach ein paar Tagen die Mini-Larven entwickeln. Schöpft man die nur wenige Millimeter großen Schiffchen ab und gibt sie in ein Aufzuchtbecken, entwickelt sich daraus ein nährstoffreiches Futter für den Nachwuchs.
Aber auch ausgewachsen stellen die Larven der Stechmücke ein geradezu ideales Futter für Fische in Aquarien dar. Ihr hoher Eiweiß- und Vitamingehalt wirkt bei vielen Arten laichbildend. Meine Bettas aber auch die Rasbora vaterifloris paaren sich oft recht bald nach großzügigen Verfütterungen von schwarzen Mückenlarven. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich aus der ungefährlichen Larve eine Puppe entwickelt (erkennbar an dem größeren Kopf und dass sie sich einrollt), da aus dieser wiederum recht bald eine hungrige Stechmücke schlüpft. In einem Eimer auf dem Balkon oder Garten lassen sich die Mückenlarven noch recht lange aufheben. Jedoch nur solange bis die Entwicklung der fertigen Mücke abgeschlossen ist.
Rote Mückenlarven
Aber auch ausgewachsen stellen die Larven der Stechmücke ein geradezu ideales Futter für Fische in Aquarien dar. Ihr hoher Eiweiß- und Vitamingehalt wirkt bei vielen Arten laichbildend. Meine Bettas aber auch die Rasbora vaterifloris paaren sich oft recht bald nach großzügigen Verfütterungen von schwarzen Mückenlarven. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich aus der ungefährlichen Larve eine Puppe entwickelt (erkennbar an dem größeren Kopf und dass sie sich einrollt), da aus dieser wiederum recht bald eine hungrige Stechmücke schlüpft. In einem Eimer auf dem Balkon oder Garten lassen sich die Mückenlarven noch recht lange aufheben. Jedoch nur solange bis die Entwicklung der fertigen Mücke abgeschlossen ist.
Wenn jemand seinen Fischen etwas Gutes tun möchte und Frost- bzw. Lebendfutter kauft, dann greifen nicht wenige Fischliebhaber zu roten Mückenlarven ohne zu wissen, dass dieses Futter nicht unbedenklich ist. Im Gegensatz zu den beiden o. g. Mückenarten leben diese Larven im Bodengrund von Tümpeln. Aber auch in Regentonnen mit sich zersetzendem Laub und Schlamm konnte ich sie schon finden. Ihre rote Farbe verdanken sie dem Vorhandensein von Blutfarbstoff, der unserem Hämoglobin recht ähnlich ist. Somit können sie auch in verschmutzen, sauerstoffarmen Gewässern überleben. Genau dies ist aber auch das gefährliche, denn nicht selten stammen die Tiere aus stark belasteten, verschmutzten Gewässern. Auch Frostfutter birgt keine Sicherheit, dass man gesundes Futter für seine Fische kauft. In einem Bericht des thailändischen Fernsehens konnte ich so eine „Zuchtanlage“ für rote Mückenlarven einmal anschauen. Das Fischfutter wurde als Nebenprodukt der Hühnerhaltung gezüchtet. Die Ausscheidungen der in Drahtkäfigen lebenden Hühner fielen in darunter liegenden Abwassergräben, wo sich die von den Exkrementen ernährenden Mückenlarven lebten. Stolz erzählte der Besitzer der Farm, dass Hauptexportziel Deutschland ist. Wer trotzdem nicht auf dieses Futter verzichten will, sollte hochqualitative Ware von Markenherstellern nehmen.
Verfüttern von Frostfutter
Frostfutter ist eine gute Alternative, wenn Lebendfutter nicht verfügbar ist. Jedoch sollte man auf Markenware achten, da insbesondere Billigfutter mehr Wasser als Futtertiere enthält. Bevor man den Fischen Frostfutter gibt, muss dieses aufgetaut werden. Das Auftauwasser von gefrorenen Daphnien, Mückenlarven oder anderen Futtertieren enthält nicht unwesentliche Mengen Phosphat, was wiederum wuchsfördernd auf Algen wirkt. Bei einem Test mit 2 Würfeln Frostfutter, die in einem 0,2l-Glas aufgetaut wurden, konnte ich in dem Auftauwasser mehr als 10 mg/l Phosphat nachweisen. In natürlichen Süsswassergewässern sind Werte um 0,01 mg/l normal. Im Aquarium sollte der Phosphatanteil möglichst gering aber nicht höher als 0,5 mg/l sein. Deshalb die Frostfutterwürfel auftauen, gut spülen und erst dann ins Aquarium geben.
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Spirulina
Nahrhafte Alge für Zwerggarnelen
Spirulina ist eine Süsswasseralge, die in alkalischen, tropischen Seen mit hohem Mineralienanteil z. B. im Texoco-See in Mexiko wächst. Das bei uns erhältliche Spirulina-Pulver stammt aber aus Farmen, in denen die Alge gezüchtet wird. Inzwischen gewinnt Spirulina nicht nur als Garnelen- und Zierfischfutter immer mehr an Bedeutung. Auch als Nahrungsergänzung für Lebensmittel wird sie schon eingesetzt und in Apotheken gibt es eine ganze Reihe an Spirulina-Präparaten.
Wenn man sich die Inhaltsstoffe von Spirulina-Algen anschaut kann man dies auch verstehen. Keine sonst bekannte Pflanze ist so ein reichhaltiger Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen. Insbesondere der hohe Anteil an gesättigten und ungesättigten Aminosäuren macht sie einmalig. Weiterhin hat Spirulina einen mindestens zehnmal so hohen Carotin-Anteil wie Möhren und trägt dazu bei, dass Fische und Garnelen leuchtende Farben bekommen. Insbesondere bei roten Fischen und den roten Garnelenarten kann man dies recht bald nach der Fütterung beobachten. Eine ausführliche Liste der Inhaltsstoffe findet man u. a. auf der Seite von drak.de.
Spirulina kann man entweder einfach ins Becken geben, was dazu führt, das das feine Pulver der getrockneten Alge auf der Oberfläche schwimmt und das Wasser grün färbt oder man stellt Spirulina-Sticks her. Weiterhin benutze ich die Alge als Zusatz für Lebendfutterzuchtansätze wie Drosophila und Mikrowürmer.
Spirulina-Sticks - RezeptHierfür benötigt man eine Dose gekochte Erbsen oder pürierten Spinat. Selbstverständlich kann man auch andere Gemüsesorten ausprobieren. Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Die Erbsen werden durch ein Sieb zu einem feinen Brei gerieben. Dabei bleiben normalerweise die harten Schalen im Sieb hängen. Den Spinat einfach in einem Mixer zu einem feinen Brei verarbeiten. In diese Gemüsepaste gibt man nun das Spirulina-Pulver. Üblicherweise gebe ich etwa ein Drittel der Menge des Erbsen- oder Spinatbreis an Spirulina zu. Optional ist es möglich getrocknete Artemien oder andere Zusätze mit unterzumischen.
Das ganze wird zu einem dunkelgrünen Brei verrührt. Eventuell ist es nötig noch etwas Wasser zuzugeben, wenn die Masse zu trocken wird. Diese nun mittels einer Einwegspritze oder ähnlichem in kleine Würste formen und 24 Stunden trocknen lassen. Übrige Gemüse-Spirulina-Masse darf ruhig eingefroren werden. Die Sticks selber sind recht lange haltbar. Testet es einfach mal aus, Eure Garnelen werden es Euch danken. Es wird sogar berichtet, dass sich die Kleinen nach dem Genuss von Spirulina sogleich an die Paarung machten. Bezugsquellen für Spirulina gibt es eine ganze Reihe. Ich kaufe die getrocknete Alge für gewöhnlich bei www.drak.de
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