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Bau von Riffpfeiler
(Detlef Weiß)



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Quelle: Thomas Heider / www.aquaworld.at.tf

 

Einige Pflanzen leben an ihren natürlichen Standorten in schnellfliessenden Flüssen und Bächen. Der sandige oder steinige Untergrund macht es den meisten Pflanzen unmöglich sich dort anzuwurzeln. Aber gerade Pflanzen aus der Gattung Anubias und Bolbitis haben spezielle Überlebensstrategien entwickelt, um sich selbst in diesen unwirklichen Lebensräumen zu behaupten. Diese Pflanzen leben meist amphibisch. Ihr Leben ist stark von Regenzeiten geprägt. Während der Regenzeit leben sie submers, bei normalem Wasserstand emers. Meist sind nur die Wurzeln bzw. das Rhizom untergetaucht. Die Pflanze selbst wächst zu dieser Zeit über dem Wasser.

Diese Pflanzen dringen tief mit ihren Wurzeln in kleinste Ritzen und Spalten des Gesteines ein. Sie sind mit dem Substrat so gut verwachsen, das man schwierigkeiten hat, die Pflanzen unbschädigt vom Substrat zu lösen.

Aber auch das Javamoos oder der Javafarn wächst in der Natur auf Wurzelholz und steinigem Untergrund. Es haftet sich mit seinen Seitensprossen an das Substrat an. Javamoss wächst sogar an einer völlig glatten Glasscheibe sehr gut an.

So wirds gemacht:
Als Substrat wird entweder Lavagestein oder Wurzelholz verwendet. Die Wurzeln müssen zuvor gut gewässert werden, und dürfen nicht mehr aufschwimmen.

Am besten eignen sich zu Aufbinden: A. batheri var. nana, A. lancelotta, M. pteropus, V. dubyana, Riccia fluiatans

Die als Topf angebotenen Pflanzen werden als erstes mit einer scharfen Schere vom Topf befreit. Als nächstes wird die Steinwolle, die als Nährsubstrat diente, entfernt. Dann werden mit einer scharfen Schere alte und braune Wurzeln entfernt, sodass nur noch die gesunden weisen Wurzeln übrig bleiben.

Jetzt wird die Pflanze mit einem Zwirn auf eine geeignete Stelle des Substrates aufgebunden. Es kann zwar auch Angelschnur oder Blumendraht verwendet werden, aber der Zwirn hat den Vorteil, das er nach einiger Zeit von selbst abfällt. Die Pflanzen sind dann schon fest mit dem Substrat verwurzelt.

Anders sieht das mit Riccia fluitans aus. Dieses normal freitreibende Moos muss speziell befestigt werden, damit es nicht an die Wasseroberfläche treibt. Am besten ist dafür ein weises Pflatiknetz mit einer Maschenweite von 1 cm geeignet. Man kann es auch mit Angelschnur aufbinden, nur muss das Moos dann bereits grosse Polster ausgebildet haben, damit es auch auf den Substrat bleibt. Das Teichlebermoos wächst mit der Zeit durch das Netz hindurch, bis das Netz völlig überwachsen ist.
Diese Methode wird auch bei Naturaquarien verwendet, bei dem aufgebundenes Teichlebermoos eine zentrale Rolle spielt.

Anfänger sei jedoch ans Herz gelegt, vorerst alle anderen erwähnten Pflanzen als Ricca zu verwenden , da es zum gedeihen sehr hohe Lichtstärken und ständige CO2-Zufuhr benötigt.
Alle anderen Pflanzen sind sehr anspruchslos und werten jedes Aquarium optisch auf. Dashalb sollte jeder versuchen, diese natürliche und sehr attraktive Form einer Bepflanzung zu verwirklichen . Sie werden sehen es lohnt sich!

 

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