Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von Unser Aquarium zur Verfügung gestellt. Das Copyright für den Beitrag und den Bildern liegt bei Peter Haug .
Rückwand wird zur Filterwand
Heute in aller Mund - ein System, das ich schon vor 35 Jahren im Aquarienbereich einführte. Ein biologischer Innenfilter. Luft und Licht helfen die nötigen Bakterien zu entwickeln, die zum Gleichgewicht des Wasserhaushaltes eines Beckens gehören. Mit dieser sehr natürlichen Filteranlage erspart man sich den Dauereinsatz chemischer Wasseraufbereiter.
Eine Dekupiersäge erweitert den "Werkpark". Mit der elektrischen Laubsäge lassen sich weit aus bessere gerade Schnitte ausführen, als mit dem Styropor-schneider. Die Frau des Hauses freut sich allerdings weniger über die feinen Staroporkrümel.
Mit Hilfe einer Papiermatrize habe ich ein 1:1-Modell des Aquariumbodens. Darauf zeichne ich die Glasstärke und den Stabilitätstrand (Verstär-kung der beiden Längsseiten) des Beckens ein. Danach fertige ich den Aufbau der Rückwand des Filters, der gleichzeitig als Felswand gestaltet wird. Nach Hinten abgerundet erlaubt er den Einblick in die "Tempel-Grotte". Die Filtergröße wird dabei zwar etwas kleiner als geplant, hat aber funktionell nur den Nachteil, dass ich diesen öfters reinigen muss.
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Diese Partien liegen im Innern des Beckens. Käufliche Rückwände haben keine Nischen, die zur Bepflanzung geeignet sind. Also schaffe ich gewünschte Plätze, von denen aus sich die Pflanzen verbreiten und einen nährbodenreichen Halt finden können - Pflanzkörbe bzw. Pflanz-vertiefungen.
Steht der Betrachter seitlich links vor dem Becken, dann kann er in eine Grotte blicken. Deshalb ist das eine Eck des Filters abgerundet. Somit ist seitlich und vorne links dieser Einblick gewährleistet.
Im rechten Bild lässt sich anhand der Papierschablone die Berücksichtigung der Glasstärke des Aquariums erkennen.
Es wird ein fließendes Gewässer gebraucht - fließend, wie in einem Fluss. Das werde ich mit einer Strö-mungspumpe und einer dieser gegenüberliegenden Absaug-stelle erreichen. Das Wasser fließt in eine Richtung. Ins Becken werden Stufen mit Silikon geklebt. Dadurch wer-den die Unebenheiten bzw. Löcher vor Wassereinläufen bzw. -fällen simuliert. Die dadurch notwendigen Zwischen Böden ergeben den Rücklauf und werden mittels Plastikschrauben auf den Trägern befestigt. Ein späteres Öffnen der Terrasse ist somit gewährt.
Ein kleines Stück der Deck-platte wird fest an der Filter-Rückwand befestig. Der Zu-gang zum Filter ist deutlich erkennbar.
Der Boden ist noch nicht ver-spachtelt. Erst wenn die Gesamtbodenplatte fertig und aufgestellt ist, wird diese die endgültige Form erhalten.
Die Innenseite des Filters. Alle Teile, die nicht sichtbar und unter Wasser sind werden mit schwarzer Acrylfarbe eingelassen, lackiert und anschließend mit Harz versiegelt.
Die Felswand des Filters nimmt Gestalt an. Ganz bewusst sind die Gesteinschichten diesmal heller gehalten, als bei der Rückwand. Ich verspreche mir davon mehr Tiefenwirkung.
Der doppelte Boden für den Wasserrücklauf wird innen mit schwarzer Farbe gestrichen. Der Silikonkautschuk nimmt die Acrylfarbe nicht an - was weiter nicht stört, da dieser Teil später nicht zu sehen ist. Hauptsache dicht!
In dieser Aufnahme sieht man deutlich, das der Lichteinfall den gleichen Stein unterschiedlich erscheinen lässt. Diesen Effekt erreiche ich mit der unterschiedlichen Färbung der "Felswände".
Der Filterkanal wird Schritt für Schritt umgesetzt. Er soll als solcher später ja nicht gleich zu erkennen sein. Ich denke es ist nicht schlimm, wenn an der einen oder anderen Stelle das Wasser eindringt. Jedoch die Flussströmung kann nur dann gelingen, wenn der Kanal möglichst dicht ist. Im Laufe der Zeit werden feine Ritzen sicher auch versanden.
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Die zukünftigen Aquariumbewohner möchte ich natürlich nicht immer in der Filteranlage suchen müssen. Deshalb muss vor die Absaugeinrichtung ein Gitter eingesetzt werden. Dieses Absauggitter ist ein biegsames Alublech mit Löchern. Alu im Aquarium!!!? Das Bleche wird natürlich bestmöglich versiegelt. Zweimal mit schwarzer, dann brauner Acrylfarbe und anschließend mit Acryllack versiegelt. Werden die "Innereien" des Beckens noch mit Epoxi-Harz gestrichen, dann findet die letzte Versiegelung des Lochbleches statt.
"Probeliegen" zeigt, dass der Rücklaufkanal einer kleinen Korrektur bedarf. Eine eingefügte Mulde auf der Bodenplatte lässt die ebene Abdeckplatte zusammen mit der einzel gefertigen Felsdeko 3-dimensional erscheinen.
Der Filter-Felsblock dient mehren Zwecken.
No.1 Pflanzkorb
No.2 Felsnadel, reicht über die Wasserfläche
No.3 Ansaugstelle für den Filter
Im Pflanzkorb soll eine Pflanze ihren Platz finden, die im Wasser eingepflanzt ist, jedoch über die Wasserobfläche hinauswächst. Das Sieb wird noch mit einzelnen Felsbrocken beklebt. Aus Gründen der besseren Versiegelung sollen diese erst nach Fertigstellung des Ganzen angebracht werden.
Die Abdeckung für den Wasser-Rücklauf ist gesandet. Nach dem Trocknen des Fliesenklebers wird die gesamte Fläche mit Klarlack eingesprüht und anschließend mit Aquariumsand bestreut. Die sechs Löcher sind für die Schrauben, die die Platte auf dem Kanal halten und die einen Zugriff auf das Kanalinnere ermöglichen, falls es einmal notwendig sein sollte.
Der nächste Ausschnitt zeigt die Schraubenköpfe. Davon ist der eine "getarnt", der andere in natürlichem Zustand.
Der Felsenfinger, der nachher ca. 25 cm aus dem Wasser ragen soll und die Teile, die die linke Seite des Filters und einen Teil des Kanals schließen, wurden verspachtelt und wie die rechte Filterseite mit helleren Tönen eingefärbt.
Der Felsenfinger wurde in dieser Aufnahme photo-grafisch auf die Spitze montiert. In Wirklichkeit ist er unwesendlich größer. Er wird nach Einbau ins Becken knapp neben dem "Ufer" aus dem Wasser ragen. Ein wei-terer kleiner Pflanztrog wurde eingebaut, und zwar dort, wo das bläuliche Licht-spiel ist. Es ist durch Gegenlicht entstanden. In Wirklichkeit ist der ganze Fels im gleichen Farbton.
Das Gitter ist inzwischen mehrfach mit Lack überzogen und braun. Es werden noch einige Felsenstreifen nach der Versiegelung mit Acryl-Lack mit Silikon aufgesetzt.
Ist die Unterwasser-welt komplett?
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Zumindest, was die Felspartien betrifft. Die letzte Versiegelung fehlt noch. Zusätzlich fand noch ein kleiner, zerbrochener Topf der Maya seinen Platz. Somit wird es genug Höhlen und Felsritzen als Verstecke für Welse und Jungfische geben.
Folgethemen:
stabiler Unterbau
Bau des Hintergrundes
Bau des Landteiles
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